Wittelsbacher Gymnasium München

Landheim Endlhausen

Unser Landheim befindet sich in Endlhausen, einem kleinen Ort zwischen Sauerlach und Wolfratshausen. Das Haus steht unter Denkmalschutz und ist ein etwa 400 Jahre alter ehemaliger Bauernhof. Jede Klasse (mit Ausnahme der 7. und 10. Klassen) verbringt pro Schuljahr eine Woche in diesem schönen Haus.

In den letzten zwei Jahren wurde das Haus mit viel Herzblut und großem Engagement auf Initiative des Elternbeirats grundlegend renoviert. Zusammen mit der Lehrerschaft des Wittelsbacher wurden neue Nutzungskonzepte und -ideen entwickelt und umgesetzt.

Dabei hat das Haus in jeder Hinsicht dazugewonnen: eine neue Küche, neue Schlaf- und Aufenthaltsräume sowie Sanitäranlagen; alles wurde in einer Art und Weise erneuert, dass der Charme des Hauses erhalten blieb, die Funktionalität aber um ein Vielfaches gesteigert werden konnte.

Mehr Informationen über das Schullandheim finden Sie auf den Seiten des Landheimvereins!

Mein erster Landheimaufenthalt in Endlhausen

Am Montag, dem 21.5.12 war es endlich so weit. Ich würde zum ersten Mal ins Schullandheim fahren. Meinen Koffer hatte ich bereits am Vortag gepackt. Vor lauter Aufregung konnte ich kaum einschlafen. Fünf Tage abgeschieden von meinem trautem Heim, fünf ganze Tage mit einem Haufen wildgewordener Tiere zusammen. Werde ich das überleben? Ich kann zwar nicht mit Sicherheit garantieren, dass ich es schaffe heil wieder zurück zu kommen, aber ich sehe es als eine Herausforderung. Wer weiß, ob es nicht doch Spaß macht, fünf ganze Tage mit diesem Haufen Tieren zu verbringen.

Tag der Abfahrt: Nach einer mir endlos dauernden Nacht war endlich der Tag der Abreise angebrochen. Bereits zum hundertsten Mal fragte mich meine Mutter, ob ich meine Zahnbürste, meine Stifte und meinen Schlafanzug eingepackt habe. Natürlich hatte ich an alles gedacht, aber vor allem an mein iPhone 4s, damit ich nachts spiel-äähhh Musik hören kann. Endlich verließ ich das Haus und zehn Minuten später stand ich vor dem Treffpunkt, nämlich dem Zirkus Krone.

Nach einer noch endloseren Busfahrt kamen wir in Endhausen, wo unser Schullandheim ist, an. Als ich das Haus betrat, nahm ist sofort den Geruch des Schullandheims war, (vermutete ich zumindest). Ich wurde zusammen mit Jonas, Jeremias, Marcel und Lenart in einem Zimmer untergebracht. Das Schlafzimmer war mit sieben Betten, sechs Schränken und zu jeden Bett je einem Nachtisch ausgestattet. Nachdem wir die Betten bezogen und das Zimmer einigermaßen „bewohnbar“ hergerichtet hatten, hatten wir endlich Zeit für uns. Endlich. Freiheit. Bloß weit weg von den Lehrern (nichts gegen Lehrer, aber na ja, ihr wisst schon, was ich meine). Meine Freunde und ich nutzten die Zeit natürlich fürs Fußballspielen …

Ich fand den Ausflug zur Keltenschanze toll, weil wir dort einen Fuchsbau mit mindestens 5 Eingängen gesehen haben. Daneben lag ein blutverschmiertes Reh mit verbogenem Hals und sehr vielen Fliegen. Bei der Schanze haben wir auch Räuber und Gendarm gespielt und balancierten dann auf einem Baumstamm über einen großen Graben. Doch auf dem Rückweg wären mir fast die Füße abgefallen.

Wir haben am Abend oft Werwolf gespielt. Das war lustig! Doch leider war ich nie Werwolf. Herr Hilz hat uns auch ein Rätsel gestellt, bei dem vier bewegungsunfähige Manager bis zum Hals im Sand eingegraben waren. Jeder hatte einen weißen oder einen schwarzen Hut auf. Drei schauten in eine Richtung auf eine Wand, der vierte war auf der anderen Seite der Wand eingegraben. Wer von den Vieren konnte nun mit Sicherheit sagen, welche Farbe alle Hüte haben? Das Rätsel war sehr schwer und keiner hat es auf Anhieb geschafft. Mit Herrn Heiß haben wir ein Frisbeeturnier gespielt. Meine Mannschaft hat leider immer verloren. Aber das Spiel hat Spaß gemacht.

Bei den Mahlzeiten und dazwischen hat der Tee im Landheim immer sehr gut geschmeckt.

Einmal waren wir auch auf einem Bauernhof, wo wir ein zwei Stunden altes Kalb streicheln konnten. Wir wurden überall auf dem Hof herumgeführt. Als wir an den Melkmaschinen vorbeikamen, durften wir die Finger in den Sauger stecken, was sich sehr kitzelig anfühlte. Außerdem hat der Bauernhof zwei Pferde, 90 Kühe, einen Ochsen und einen Hund. Als wir wieder im Landheim waren, gab es Essen. Es hat sehr gut geschmeckt.

Wir freuten uns auch auf die süßen Söhne der Landheimbetreiberin, Alessio und Fabrizio! Beide waren fast zwei Jahre und sahen sich sehr ähnlich, da sie Zwillinge sind. Alessio war etwas größer und seine Haare waren ein wenig dichter als die von Fabrizio. Wir aßen mit den beiden, trugen sie herum, malten mit ihnen und hatten sehr viel Spaß. Um 18.00 Uhr gab es ein leckeres Abendessen.

Viel zu schnell ging die Woche im Schulladheim vorbei. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht dort gewesen zu sein.

Verfasser: Schüler und Schülerinnen der 5a, Mai 2012